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Jugendmedienschutz-Staatsvertrag noch ausbaufähig

Grüne fordern kostenlose Jugendschutz-Filterprogramme

München (25.03.2010/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag halten den heute beschlossenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag für verbesserungswürdig. „Der novellierte Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verursacht gemischte Gefühle“, erklärt die medienpolitische Sprecherin Ulrike Gote. Einerseits verschaffe das Ergebnis Erleichterung, da die Freiheit des Internet weiterhin gewahrt bleibe. Die erst vorgesehenen Änderungen – stark erweiterte Providerhaftung und Kennzeichnungspflichten – hätten eine faktische Zensur des Internets bedeutet. Doch ob jetzt damit ein effektiver Jugendmedienschutz  möglich sei, sei fraglich. „Die jetzige Regelung sieht eine freiwillige Alterskennzeichnung vor – das könnte den Jugendschutz verbessern, aber nur, wenn die Eltern auch gute Filterprogramme installieren“. Andernfalls befürchten die Grünen den „forbidden fruit“-Effekt – die Kinder würden gezielt Inhalte suchen, die nicht für ihr Alter gedacht seien.

Daher fordern die Landtagsgrünen kostenlose Jugendschutz-Filterprogramme. „Außerdem muss die Medienkompetenz der Eltern begleitend so geschult werden, dass diese entsprechende Programme installieren und ihre Kinder zu vernünftigem Umgang mit dem Internet erziehen können“, so Ulrike Gote.

















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