Grüne Medienpolitik

Ganz besonders wichtig für die zukünftige Medienlandschaft sind mir als medienpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion und Mitglied des Medienrats der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien die Vielfalt in Programm, Sendern und Kontrollgremien, eine hohe Qualität der Medieninhalte, sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeit in der Medienproduktion. Zudem möchte ich Medienkompetenz als ein wichtiges Bildungsziel etablieren. Nur so kann unsere Medienlandschaft die Demokratie fördern und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken.

Ich fordere daher ausreichend finanzielle Mittel für Medienkompetenzförderung. LehrerInnen in diesem Bereich müssen speziell ausgebildet werden, der Unterricht muss ausreichend Platz bieten für die Beschäftigung mit und die Analyse von Medienangeboten.

Um die Vielfalt unsere Sender zu sichern, setze ich mich den Erhalt kleiner Rundfunksender und von BürgerInnenmedien ein. Ich fordere Medienaufsichtsgremien, die die Vielfalt der bayerischen Gesellschaft widerspiegeln und nicht der Machtsicherung der CSU in der Medienaufsicht dienen.

Voraussetzung für gute Programme ist eine faire Programmförderung durch die BLM (Bayerische Landeszentrale für neue Medien). Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss ein qualitativ hochwertiges Programm liefern, ohne dabei auf Quoten schielen zu müssen. Nur so kann er seinen Grundversorgungsauftrag erfüllen. Neben einer fairen Programmförderung sind gute JournalistInnen unerlässlich für ein hochwertiges Programm. Ich unterstütze daher eine gute Ausbildung von JournalistInnen.

Besonders wichtig sind mir faire Arbeitsbedingungen in der Medien- und Filmbranche ein, auch bei privaten Filmdienstleistern. Um dies umzusetzen, müssen faire Arbeitsbedingungen endlich Voraussetzung für die Vergabe von Fördergeldern werden. Neben dieser sozialen Nachhaltigkeit ist es mir ein großes Anliegen, auch die ökologische Nachhaltigkeit in der Medienbranche zu verbessern: Dafür müssen ökologisch-nachhaltige Filmproduktionen gefördert werden und Anreize für eine energie- und ressourcenarme Produktion geschaffen werden.

Auch im Medienbereich muss der Gender-Pay-Gap endlich geschlossen werden. Daher setze ich mich dafür ein, dass Studien erstellt werden, um besonders betroffene Bereich zu ermitteln, außerdem muss gendergerechte Bezahlung eine Voraussetzung für die Förderung mit öffentlichen Mitteln werden. Das intransparente Konstrukt von Tochterfirmen des BR und die allgemeine Notwendigkeit von Tochterfirmen öffentlich-rechtlicher Sender sehe ich kritisch.