

In der Hochschulpolitik stehen wir in den kommenden Jahren vor besonders großen Herausforderungen. Es gilt, auf den demographischen Wandel zu reagieren, neuen Anforderungen der Arbeits- und Wirtschaftswelt gerecht zu werden und gleichzeitig den letzten geburtenstarken Jahrgängen und dem doppelten Abiturjahrgang 2010/11 die Chance auf eine qualitativ hochwertige Hochschulbildung zu eröffnen.
Bayern braucht starke und unabhängige Hochschulen, die fest verankert in der demokratischen Gesellschaft und im kritischen Dialog mit ihr unsere gemeinsame Zukunft mitgestalten. Hochschulen sind keine Wirtschaftsunternehmen und nicht zu führen wie Aktiengesellschaften. Sie sind weltoffene Räume für Forschung und Lehre, die Freiheit von politischen Zwängen und ein gesichertes finanzielles Fundament brauchen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Wir brauchen mehr gut ausgebildete junge Menschen, daher müssen die Hochschulen in Bayern deutlich und nachhaltig ausgebaut werden. Die Hochschulen müssen sich weiter öffnen für Menschen aus Ausbildungsberufen mit Berufserfahrung mit oder ohne Abitur. Gender Mainstreaming ist als durchgängiges Prinzip in der Hochschulwelt zu verwirklichen von der Hochschulzulassung bis zur Professur, in der gesamten Hochschulorganisation und in der Hochschulfinanzierung.
In Bayern wird der Zugang zu Hochschulbildung immer schwieriger und teurer: Studienplätze werden immer knapper, der numerus clausus wird zur Regel, Lebenshaltungskosten steigen, Studiengebühren sind zu zahlen. Vor ein Hochschulstudium hat die herrschende Politik hohe Hürden gestellt. Die Folge ist, dass viele junge Menschen aus sozial schlechter gestellten Familien sich ein Hochschulstudium nicht leisten können.
Seit vielen Jahren sind die Hochschulen unterfinanziert. Es fehlt an allem: Räume, Personal, Bücher und Computer. Viele Hochschulbauten sind marode.
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