Religionspolitischer Kongress in Düsseldorf

Die Mitglieder der Kommission “Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat”, Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vor dem Hintergrund einer sich immer stärker pluralisierenden und individualisierenden Gesellschaft stellt sich die Frage, wie das Verhältnis von Staat und Religions- bzw. Weltanschauungsgemeinschaften neu austariert wird. Bündnis 90/Die Grünen stellen sich dieser Aufgabe in der Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat“. Die Kommission bindet ein breites innerhalb der Grünen vertretenes Spektrum an religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen ein: Christ*innen, Atheist*innen, Muslim*innen und Jüd*innen – Menschen, die religiöse oder säkulare Positionen vertreten. Fachpolitiker*innen, etwa aus den Bereichen Inneres, Recht, Finanzen sowie Religions- und Integrationspolitik, sind in der Kommission vertreten. Die Auftaktsitzung fand unter Leitung von Simone Peter und Bettina Jarasch am 21. Februar 2014 in Berlin statt.

Wir laden zum religionspolitischen Kongress in das bevölkerungsreichste Bundesland, wo heute Menschen unterschiedlichster Weltanschauung und Religion zusammen leben, wo regional die beiden christlichen Kirchen nach wie vor stark prägend wirken, während auf der anderen Seite die Anzahl der Menschen, die keiner Religionsgemeinschaft (mehr) angehören, immer weiter steigt.

Die religionspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Ulrike Gote wird das Panel zum Thema "Reformprojekt Kirchliches Arbeitsrecht" moderieren. Im Spannungsfeld zwischen kirchlicher Selbstbestimmung, Arbeitsrecht und Antidiskriminierung stellen sich viele Fragen: Welche Veränderungen braucht es im kirchlichen Arbeitsrecht? Welche Auswirkungen haben diese für Kirchen und Beschäftigte und welche langfristige gesellschaftlichen Folgen erwarten uns? Die Kommissionsmitglieder werden diskutieren und erste Arbeitsergebnisse präsentieren.

Ein ausführliches Programm gibt es hier.