Landtag beschließt Anhörung zur Reform des Bestattungsrechts

F: Exploti / CC0

Bereits im Mai 2014 hatte die religionspolitische Sprecherin Ulrike Gote vielfältige Expertinnen und Experten zu einem Runden Tisch in den Landtag eingeladen, um über die dringend notwendige Novellierung des bayerischen Bestattungsrechts zu diskutieren. Der Einladung folgten Vertreterinnen und Vertreter der großen Religionsgemeinschaften ebenso, wie die Vereinigungen konfessionsloser Menschen, das Bestattungsgewerbe und die kommunalen Spitzenverbände. Ziel war eine zeitgemäße Überarbeitung der gesetzlichen Regelungen.

Gote: "Wir haben die Ergebnisse der Diskussion ausgewertet und in engem Dialog mit allen Beteiligten Vorschläge für eine zeitgemäße Reform des Bestattungsrechts erarbeitet. Umso mehr freut es uns, dass unser Antrag heute so erfolgreich war." 

Der Innenausschuss des Bayerischen Landtags beschloss in seiner heutigen Sitzung eine offizielle Anhörung zur Modernisierung des Bestattungsrechts. Neben der Abschaffung der Sargpflicht sollen auch andere Aspekte des Bestattungsrechts diskutiert und evaluiert werden. Dazu sollen unter anderem Vertreter der beiden großen Kirchen sowie der muslimischen und jüdischen Gemeinden geladen werden. Ulrike Gote begrüßt dies sehr: "Die meisten Bundesländer haben die Sargpflicht bereits vollständig oder zumindest teilweise aufgehoben. Wir sollten den muslimischen Familien, die bei uns in der zweiten oder dritten Generation leben, in diesem Punkt entgegen kommen. Wir sehen diese Anhörung als Chance. Daher haben wir unseren Antrag vorübergehend zurückgestellt und hoffen, dass sich im Rahmen der Anhörung alle Fraktionen der Reformbedürftigkeit bewusst und unseren Forderungen folgen werden."