Islamunterricht muss Regelangebot werden - Gote kritisiert endlose Serie von Modellversuchen

München (3.7.2014/hla). Zum heutigen Bericht des Kultusministeriums auf Antrag der Landtagsgrünen in Sachen Islamunterricht erklärt die religionspolitische Sprecherin, Ulrike Gote:
 
„Seit nunmehr drei Jahrzehnten setzt die Staatsregierung beim Islamunterricht einen Modellversuch nach dem anderen auf. Und noch immer richtet sie ihren Fokus auf völlig überholte integrationspolitische Ziele. Dabei geht es hier nicht vorrangig um Integration, sondern auch um die verfassungsrechtlich gebotene Gleichstellung des Islam. Die positiven Effekte des Angebots sind unstrittig, die Überführung in ein Regelangebot ist deshalb überfällig. Dass dies nicht geschieht, ist pädagogisch nicht nachvollziehbar und hat ausschließlich ideologische Gründe. Statt – wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen – nach kreativen Lösungen zu suchen, versteckt sich die Staatsregierung auch weiterhin hinter vermeintlichen rechtlichen Hürden. Damit kommen wir der Gleichstellung der Religionen nicht näher. Und das in einem Bundesland, das so stolz auf seine religiösen Traditionen ist.“