Islamunterricht: Löst CSU nun endlich Versprechen aus dem Sommer ein?

F: Klett Verlag

Ulrike Gote kritisiert Täuschungsmanöver von Kultusminister Spaenle

München (21.1.2015/hla).

 

„Es fällt schwer, den Ankündigungen des Kultusministers zur Ausweitung des Islamunterrichts an Bayerns Schulen Glauben zu schenken.“ Ulrike Gote, religionspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, reagiert nicht ohne Grund verhalten auf entsprechende Pressemeldungen. Sie fühlt sich „arglistig getäuscht“  durch Minister Spaenle, der bereits im Juli 2014 als Reaktion auf einen Berichtsantrag der Landtags-Grünen (Anlage, S. 8 oben) eine Aufstockung des Lehrpersonals und die Ausweitung der Angebote auf 410 bayerische Schulen angekündigt hatte. „Im Doppelhaushalt 2015/2016 findet sich jedoch keine einzige der zugesagten 37 zusätzlichen Stellen für den Islamunterricht“, so Ulrike Gote

Für junge Muslime gebe es „ein verfassungsrechtlich verbrieftes Recht auf Religionsunterricht in ihrer Konfession“, betont Ulrike Gote. Es gehe dabei also nicht nur um die Eindämmung eines militanten Islamismus‘, sondern vor allem um die gebotene Unterrichtung im eigenen Glauben. Dass auch das bayerische Innenministerium nach den schrecklichen Attentaten von Paris erkenne, dass dieses Angebot letztlich auch einer Radikalisierung vorbeugt, sei – so Ulrike Gote – „absolut begrüßenswert. Allerdings hätten wir das alles schon lange flächendeckend haben können, wenn es in der CSU-Staatsregierung und der CSU-Landtagsfraktion nicht diese starren ideologischen Scheuklappen gäbe.“