Wir lassen die Schule im Dorf!

Aktion "Wir lassen die Schule im Dorf" in Schwarzenbach mit Margarete Bause, Elisabeth Scharfenberg, Ulrike Gote und Christine Schoerner

 

 

 

Einem Drittel aller Mittelschulen (ehemals Hauptschulen) in Bayern droht das Aus. Wir Grüne wollen dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen, denn mit den richtigen politischen Entscheidungen können viele Schulen gerettet werden. Es ist an der Zeit, dass in Bayern nicht mehr die Scheuklappen regieren, sondern die besten Schulen für unsere Kinder existieren. 

Ein Grund für den drohenden Verlust der Mittelschulen ist das starre Festhalten der schwarz-gelben Staatsregierung am dreigliedrigen Schulsystem. Nach der vierten Klasse werden die Schüler, die bis dahin gemeinsam unterrichtet wurden, auf Mittelschule, Realschule und Gymnasium aufgeteilt. Besonders in Regionen, deren Bevölkerung schrumpft, bleiben den Mittelschulen zu wenig Schüler. Muss eine Schule schließen, ist das für den betroffenen Ort ein herber Schlag. Familien mit Kindern ziehen weg, die Gemeinde wird weniger attraktiv.

Auch für die Schüler hat das Folgen: Statt ihre Zeit mit Lernen oder Freizeit zu verbringen, müssen sie viel Zeit im Bus absitzen, um zur nächsten Schule zu kommen. Dabei wäre die Lösung ganz einfach: Dort, wo es die Gemeinden wünschen, können Gemeinschaftsschulen eingerichtet werden, in denen die Kinder über die vierte Klasse hinaus gemeinsam unterrichtet werden. Auf diese Weise können viele Schulen erhalten bleiben. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben diese Möglichkeit bereits mit großem Erfolg eingeführt. Viele CDU-Bürgermeister nutzen die Chance, damit ihr Ort weiter eine Schule hat. In Bayern gibt es etliche Gemeinden, die darauf warten, mit einer Gemeinschaftsschule die drohende Schließung ihrer Schule abzuwenden. Aber die CSU-Staatsregierung weigert sich, ihnen entgegen zu kommen.

Auch vielen Grundschulen droht die Schließung. Gibt es weniger als 13 Kinder vor Ort, um eine Klasse zu bilden, müssen die Mädchen und Buben in andere Schulen gehen. Gerade für die Kleinsten ist das mit erheblichen Belastungen verbunden. Für uns gilt das Motto: „Kurze Beine, kurze Wege“. Deshalb schlagen wir vor, den Schulen im ländlichen Raum mehr Lehrkräfte zu geben. Bei den Kindergärten wird das ähnlich gemacht. So lassen sich auch mehr Grundschulen auf dem Land erhalten.

Wir Grüne sagen: Wir lassen die Schule im Dorf, anstatt tatenlos zuzusehen, wie Schule um Schule schließen muss und der ländliche Raum so immer weiter ausblutet. Wir wollen es den Gemeinden ermöglichen, Gemeinschaftsschulen einzurichten. Wir wollen möglichst viele Grundschulen erhalten und das wollen auch die Menschen vor Ort, die uns bei den Aktionen vor Ort begegnen.  Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift.