"Regionalkonferenz Steigerwald" in Bamberg: Erst Gräben schaufeln - dann Brücken bauen?

25.10.2015 

Für die CSU-Umweltministerin ist das Waldnaturschutzjahr 2015 eine reine PR-Kampagne. In der Realität stemmt sie sich mit allen Mitteln gegen den Schutz unserer wertvollen Buchenwälder. Ministerin Scharf hat das Schutzgebiet „Ebracher Forst" aufheben lassen. Im Umweltausschuss war vergangene Woche ein Sachstandsbericht angekündigt, die Ministerin verwies jedoch lediglich auf die „Regionalkonferenz". Die groß angekündigte Steigerwald-Regionalkonferenz am 26. Oktober in Bamberg soll angeblich zur Befriedung der Region beitragen.

Erst reißt die CSU mit Anti-Waldschutz-Polemik und gezielter Desinformation Gräben auf, um sich dann als Brückenbauer in Szene zu setzen. Wenn allerdings noch nicht einmal der Bezirkstagspräsident dort willkommen ist, geht es wohl einmal mehr darum, Stimmung gegen einen Nationalpark zu machen. In Bamberg soll diskutiert werden, ob eine Bewerbung des Steigerwalds als Weltnaturerbe Sinn macht. Doch ohne Schutzgebiet wird es auch kein Weltnaturerbe geben. Gemeinsam mit Christian Magerl hat Ulrike eine schriftliche Anfrage gestellt, um die Hintergründe der Aufhebung des Schutzgebiets „Ebracher Forst“ aufzuklären. Die Antwort der Staatsregierung ist kommende Woche fällig.

Dann wird sich zeigen, welche Rolle die Umweltministerin in diesem Hau-Ruck-Verfahren gespielt hat und welche Bedeutung die CSU dem Schutz naturschutzfachlich wertvoller Buchenwälder, für deren Erhaltung Deutschland die globale Verantwortung trägt, wirklich beimisst.