Gymnasiale Kurzform am E.T.A Hoffmann-Gymnasium in Bamberg muss erhalten bleiben

Vizepräsidentin Gote fordert langfristige Planungssicherheit

 Von allen bayerischen Gymnasien ist das E.T.A. Hoffmann-Gynasium in Bamberg das letzte und einzige, das neben der regulären achtjährigen Langform eine sechsjährige Kurzform anbietet. Diese richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler mit musischer Begabungsrichtung, deren Eignung sich erst später zeigt. Doch die Kurzform ist durch neue Ministeriumsauflagen akut gefährdet. Entgegen der jahrzehntelangen Praxis zählen Schülerinnen und Schüler, die aus einem anderen Gymnasialzweig in die Kurzform wechseln möchten, nicht mehr für eine mögliche Klassenbildung.

„Wir Grüne unterstützen dieses wertvolle Angebot, das die individuellen Entwicklungsgeschwindigkeiten unserer Kinder berücksichtigt und Begabungen unabhängig von einem schmalen Zeitfenster nach der 4. Klasse fördert.“ hält auch Landtagsvizepräsidentin Gote fest. Die grüne Landtagsfraktion hatte die Staatsregierung in einem Dringlichkeitsantrag aufgefordert, die verschärfte Auflage zur Bildung von Kurzformklassen zurückzunehmen und auch Schülerinnen und Schüler, die aus einem anderen Gymnasialzweig in die Kurzform wechseln möchten, für eine Klassenbildung zählen zu lassen. Anstatt dem grünen Antrag zuzustimmen und so langfristige Planungssicherheit zu geben und die internationale und integrative Ausrichtung des Gymnasiums zu unterstützen, hat die CSU den Antrag abgelehnt und lediglich die Anmeldefrist für die externen Schülerinnen und Schüler von Ende Mai auf das Schuljahresende verschoben. „Damit ist sie auf halbem Weg stehen geblieben. Diese angebliche Lösung ist nur Kosmetik, die wohl der Gesichtswahrung der örtlichen Abgeordneten dienen soll. Der dauerhafte Erhalt der Kurzform ist offensichtlich mit der CSU nicht zu machen“, kommentiert Gote das Abstimmungsverhalten der CSU-Fraktion im Bildungsausschuss.

Den Dringlichkeitsantrag finden Sie hier.