Keine Pferdepension im Landschaftsschutzgebiet "Talau des Sendelbachs und der Tappert" - Erster Erfolg für Petition

München, 25.02.2015

Ulrike Gote erzielte im Petitionsausschuss dank stichhaltiger Argumente einen ersten Erfolg für die Petition des Bund Naturschutz in Bayern.

Der Antragsteller plant eine Pferdepension für 25 Pferde mit einem Wohngebäude, einem Stall und einer 40 Meter langen Halle.

Die Kreisgruppe Bayreuth des BUND Naturschutz hatte auf Gotes Anregung hin eine Petition an den Bayerischen Landtag gerichtet, um das umstrittene Projekt zu verhindern. Gote und der BN stören sich an mehreren Punkten. Zum einen ist der Antragsteller kein ausgebildeter Landwirt und führt derzeit auch keinen landwirtschaftlichen Betrieb, außerdem liegt das Gehöft in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet. Der Naturschutzbeirat der Stadt Bayreuth hatte sich gegen das Projekt ausgesprochen, da der Charakter des Schutzgebiets nachhaltig verändert würde. Nichtsdestotrotz hat das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft der Privilegierung des Bauvorhabens zugestimmt. Doch der Widerstand vor Ort bleibt. In einer Anfrage an die Staatsregierung hatte auch Gote bereits im November nachgefragt, welche qualitativen und quantitativen Auswirkungen infolge des geplanten Betriebs und des hohen Tierbestandes (z. B. durch Eutrophierung, erhöhten Ammoniak- und Stickstoffeintrag) auf den Wasserhaushalt und Baumbestand zu erwarten seien. "Nicht nur die Begründung für die Privilegierung des Bauvorhabens ist mehr als fragwürdig.", so Gote. "Das Bauvorhaben hätte zudem massive Auswirkungen auf das umliegende Landschaftsschutzgebiet. Meine Kritik im Petitionsausschuss hat offensichtlich auch die CSUlerInnen zum Nachdenken gebracht. Es wird nun einen Ortstermin in Bayreuth geben. Dann geht die Diskussion in die nächste Runde." 

Artikel im Nordbayerischen Kurier: "Pferdehof im Schutzgebiet: Naturschützer schicken Petition an den Landtag"