Endlich: Kaufmännische Geschäftsführung soll Missstände bei den Bayreuther Festspielen beheben

Agnes Krumwiede MdB, Sprecherin für Kulturpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Ulrike Gote MdL, oberfränkische Landtagsabgeordnete der Grünen äußern sich gemeinsam zur Benennung von Heinz Dieter Sense zum kaufmännischen Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele:

Benreis/CC-BY-SA.3.0

Über ein Jahr hat es gedauert, bis die Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH sich für eine kaufmännische Geschäftsführung entschließen konnten. Jetzt soll der Berliner Kulturmanager Heinz Dieter Sense den kaufmännischen Bereich der Festspiele leiten. Im Sommer 2012 beschrieb die Bundesregierung auf eine schriftliche Frage von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag die Notwendigkeit eines kaufmännischen Geschäftsführers für die Bayreuther Festspiele: Dieser solle „insbesondere die bestehenden Mängel in der internen Aufbau- und Ablauforganisation abstellen“.

2011 hatten sowohl der Bundesrechnungshof als auch der Bayerische Rechnungshof erhebliche Mängel bei der Ausrichtung der Wagner-Festspiele in Bayreuth festgestellt: Über ein Jahr wurden keine Sozialabgaben für Künstlerinnen und Künstler geleistet und kein fehlerloser Jahresabschlussbericht vorgelegt. Kritisiert wurden außerdem die ausufernden Kartenkontingente, beispielsweise erhält allein die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V. rund 25% der zur Verfügung stehenden Karten.
 
Dass unsere Forderung nach einer kaufmännischen Geschäftsführung endlich umgesetzt wird, begrüßen wir ausdrücklich. Wir hoffen, dass durch einen kaufmännischen Geschäftsführer die eklatante Misswirtschaft bei der Durchführung der Bayreuther Festspiele der Vergangenheit angehört und wünschen Herrn Sense für diese Aufgabe viel Erfolg.