Bahnhof Hildbrandsgrün – MdL Gote fordert zukunftsfähige Lösung

F: Ralf Lotys

24.02.2016

 

„Anstatt nach einer passgenauen Lösung zu suchen, lässt die CSU-Regierung die oberfränkischen Bürgerinnen und Bürger mal wieder im Stich. Pendlerinnen und Pendler, Schulkinder und nicht zuletzt der Tourismus sind in Oberfranken auf ein intaktes Schienennetz angewiesen, in dem auch kleinere Bahnhalte befahren werden.“ stellt Ulrike Gote fest.

 In einer Anfrage zum Plenum hatte die Bayreuther Abgeordnete die Staatsregierung aufgefordert zur Stilllegung des Bahnhalts Hildbrandsgrün auf der Strecke Münchberg-Helmbrechts und den technischen Nachrüstungsmöglichkeiten Stellung zu nehmen.

 „Man hat es sich sehr leicht gemacht. Meine Frage wie eine rasche Einigung zwischen Bahn und Gemeinde herbeigeführt werden könne, um den Bahnhalt vor dem endgültigen Aus zu bewahren, wurde schlicht nicht beantwortet“, so Gote. Stattdessen verweist das Ministerium auf geringe Nachfragezahlen und hohe Investitionssummen – ohne den deutlich kostengünstigeren Vorschlag von Stadt und Landkreis einzubeziehen.

„Es zeigt sich erneut, dass der CSU gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern nur zu Wahlkampfzeiten am Herzen liegen, sonst würde man auch im Innenministerium einsehen, dass bayernweit einheitliche Maßstäbe hier völlig unrealistisch sind. In Gebieten die vom demographischen Wandel stark betroffen sind, müssen nachhaltige Mobilitätskonzepte her, die sich nicht nur an Statistiken, sondern an der Lebensrealität der Menschen vor Ort orientieren.“ Das Vorgehen der Bahn bezeichnet Gote als unverschämt, schließlich habe man jahrelang Stationsgebühren kassiert und wolle sich nun aus der Verantwortung ziehen. Für die Oberfränkin ist klar: „Die Staatsregierung duckt sich weg, sie lässt die Bahn aus der Pflicht und sendet damit auch ein deutliches Zeichen an die Leute, die vor Ort an einer konstruktiven Lösung arbeiten.“