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Zentrum für islamische Studien nach Bayern holen

Staatsregierung soll sich für einen bayerischen Standort stark machen

München (5.2.2010/sip). Nach dem Vorschlag des Wissenschaftsrats, Studiengänge für islamische Theologie an deutschen Hochschulen zu Zentren für islamische Studien auszubauen, haben die Grünen die Staatsregierung aufgefordert, sich für einen bayerischen Standort einzusetzen. „Mehrere bayerische Universitäten haben bereits hervorragende Kompetenzen auf diesem Feld“, sagte die hochschul- und religionspolitische Sprecherin Ulrike Gote.

Ziel des Projekts sei, Forschung und Lehre zum Islam in Deutschland zu stärken und künftig auch Religionslehrerinnen und –lehrer sowie Imame an deutschen Hochschulen auszubilden. Der Wissenschaftsrat habe bereits auf die Ludwig-Maximilians-Universität in München verwiesen, geprüft werden müsse nach Ansicht der Grünen aber auch die Universität Erlangen-Nürnberg. Die fränkische Hochschule zähle zu den nur fünf deutschen Universitäten mit einem Lehrstuhl für Islamische Theologie und beherberge das Interdisziplinäre Zentrum für Islamische Religionslehre. „Bayern hat gute Chancen und gute Gründe, ein eigenes Zentrum für islamische Studien zu etablieren“, so Ulrike Gote. Gerade Bayern suche händeringend gut ausgebildete Lehrkräfte für die Modellversuche Islamunterricht an bayerischen Schulen. „Da die Staatsregierung als langfristiges Ziel einen landesweiten islamischen Religionsunterricht als Regelschulfach etablieren möchte, steigt der Bedarf auch weiter an.“ Nach dem Konzept des Wissenschaftsrats sollen Bund und Länder den Ausbau der Zentren für islamische Studien gemeinsam finanzieren. Der Dringlichkeitsantrag der Grünen steht am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung des Hochschulausschusses.

















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