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Schulbuch-Kritik: Grüne fordern Aufklärung

Warum moniert Bayern ein Englisch-Buch, das in anderen Bundesländern anstandslos eingesetzt werden soll?

München (2.7.2010/sip). Nach der Kritik des Kultusministeriums an einem Englisch-Buch für die Oberstufe, das im kommenden Schuljahr verwendet werden soll, haben die Grünen von Minister Spaenle Aufklärung über die Hintergründe verlangt. „Wir wundern uns, warum ein Schulbuch, das in anderen Bundesländern anstandslos im Unterricht eingesetzt werden soll, in Bayern für Probleme sorgt“, sagte die religionspolitische Sprecherin Ulrike Gote. In der umstrittenen Passage des Schulbuchs aus dem Cornelsen-Verlag geht es um religiösen Fundamentalismus in den USA. Medienberichten zufolge hat das Bayerische Kultusministerium die Aufbereitung des Themas als „einseitige Interpretation“ zurückgewiesen und den Verlag aufgefordert, einen kritischen Beitrag zu streichen oder zu ersetzen. Alarmiert zeigte sich Ulrike Gote über einen Bericht in Spiegel-online, wonach eine evangelikale Lobbygruppe hinter dem bayerischen Vorstoß stecken soll. „Das Kultusministerium muss dringend Stellung beziehen“, fordert Ulrike Gote. „Es darf jedenfalls nicht der Eindruck entstehen, irgendwelche religiösen Fundamentalisten könnten in Bayern Zensur in Schulbüchern ausüben.“
Erneut im Zentrum der Kritik steht die Lehre der so genannten Kreationisten, die eine wortwörtliche Auslegung der Bibel propagieren und damit die Evolutionstheorie von Darwin ablehnen. Ulrike Gote will deshalb von Minister Spaenle ebenfalls Aufklärung darüber, wie an bayerischen Schulen mit den Versuchen von Kreationisten umgegangen wird, Unterrichtsinhalte in ihrem Sinne zu beeinflussen.

















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