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Gute Chancen für Zentrum für islamische Studien in Bayern

Interfraktioneller Antrag aufgrund grüner Initiative

München (10.02.2010/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag freuen sich über einen interfraktionellen Antrag auf ihre Initiative hin, nach dem sich die bayerische Staatsregierung dafür einsetzen soll, eines der vom Wissenschaftsrat geforderten Zentren für islamische Studien an einer bayerischen Universität anzusiedeln. „Um an bereits bestehende Ressourcen anzuknüpfen und vorhandenes Potential zu stärken, sollte geprüft werden, ob die Universität Erlangen-Nürnberg dafür in Frage kommt“, erklärt die hochschul- und religionspolitische Sprecherin Ulrike Gote. Die fränkische Hochschule zähle zu den nur vier deutschen Universitäten mit einer Professur für Islamische Theologie und beherberge das Interdisziplinäre Zentrum für Islamische Religionslehre.

„Bayern hat sowohl gute Chancen als auch gute Gründe, ein eigenes Zentrum für islamische Studien zu etablieren“, so Ulrike Gote. Gerade Bayern suche gut ausgebildete Lehrkräfte für die Modellversuche Islamunterricht an bayerischen Schulen. „Da die Staatsregierung als langfristiges Ziel einen landesweiten islamischen Religionsunterricht als Regelschulfach etablieren möchte, gibt es hier vermehrten Bedarf.“

Die Grünen setzen sich schon seit Jahren dafür ein, dass Religionslehrerinnen und –lehrer sowie Imame an deutschen Hochschulen für den Islamunterricht ausgebildet werden. Nach dem Konzept des Wissenschaftsrats sollen Bund und Länder den Ausbau der Zentren für islamische Studien gemeinsam finanzieren.

















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