
München (bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag sehen sich durch die Ankündigungen von Innenminister Herrmann, die Planungen für die Fichtelgebirgsautobahn einzustellen, auf ganzer Linie bestätigt. "Die ersten Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung haben das ergeben, was wir seit Jahren sagen: Dass es aus Naturschutz- und Trinkwasserschutzgründen sowie wegen der rückläufigen Verkehrszahlen nicht sinnvoll ist, die Fichtelgebirgsautobahn zu bauen", erklärt die die oberfränkische Abgeordnete Ulrike Gote. "Zu diesem Ergebnis hätte man viel früher kommen müssen, dann hätte man sich acht Jahre Kampf und Unfrieden in der Region sparen können."
Die Landtagsgrünen fordern nun Nägel mit Köpfen: "Wir brauchen einen Beschluss im Landtag, dass nun die Fichtelgebirgsautobahn bei der nächstmöglichen Überarbeitung aus dem Bundesverkehrswegeplan heraus genommen werden soll." Auch ein autobahnähnlicher Ausbau der bestehenden Bundesstraße B303 alt komme für die Grünen nicht in Frage.
"Wir brauchen aber Lärmschutzmaßnahmen für stark betroffene Ortschaften an der schon an vielen Stellen ausgebauten Bundesstraße und die komplette Auslagerung des Schwerlastverkehrs durch Fahrverbote aus dem Fichtelgebirge."