Fachlehrerausbildung in Bayreuth nicht schwächen
Abgeordnete Gote, Rabenstein und Meyer gemeinsam für IFL
(Bayreuth, 07.07.2010) Das bayerische Kultusministerium plant, ab dem Studienjahr 2011/12 die Sportausbildung am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern, Abt. V, in Bayreuth (IFL) um eine Studiengruppe zu erhöhen. Da dies ohne Veränderung der Gesamtstudierendenzahl erfolgen soll, müsste von den bisher zwei Kunststudiengruppen eine Gruppe Kunst in Sport umgewandelt werden, sodass es ab dem Studienjahr 2011/12 nur noch eine Studiengruppe Kunst geben würde. Das erfuhren die oberfränkische Landtagsabgeordnete Ulrike Gote, MdL (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Dr. Christoph Rabenstein (SPD) und Peter Meyer (Freie Wähler) bei einem Besuch des Instituts.
„Grundsätzlich begrüssen wir diese Aufstockung, die auf Grund des derzeit hohen Bedarfs an Fachlehrerinnen und Fachlehrern mit dem Fach Sport in der Fächerkombination erforderlich wurde. Die damit verbundene Kürzung des Studiengangs Kunst ist für uns jedoch unter keinen Umständen hinnehmbar,“ stellen Gote, Rabenstein und Meyer klar.
Und die Abgeordneten weiter: „Die auch von Kultusminister Spaenle immer wieder hervorgehobene Bedeutung der kulturellen Bildung erfordert ausreichende Kapazitäten in der Lehrerbildung in diesen Bereichen. Die Kürzung von Kunst zugunsten von Sport wäre kontraproduktiv.“ Darüber hinaus befürchten die Abgeordneten ein Absinken der Ausbildungsqualität durch die fehlende Breite. „Wir vermuten, dass aufgrund des hohen Bedarfs im Fach Sport Fachlehrerinnen und Fachlehrer derzeit vermutlich nur mit diesem Fach eingesetzt werden, womit die drei anderen Fächer - Werken, Technisches Zeichnen und Kommunikationstechnik - unterversorgt bleiben,“ so Gote, Rabenstein und Meyer, die befürchten, dass diese Situation zusätzlich verschärft wird, da durch die Kürzung von Kunst entsprechend weniger Studierende auch für die anderen Fächer bereit stehen würden.
In einem gemeinsamen Schreiben an Kultusminister Spaenle plädieren sie daher für ein gleichgewichtiges Angebot der Fachlehrer- und lehrerinnenausbildung in Bayreuth mit jeweils zwei Studierendengruppen Kunst und zwei Studierendengruppen Sport und bitten ihn, die Erhöhung der Studiengruppe Sport nicht auf Kosten des Faches Kunst vorzunehmen.
Gleichzeitig weisen die oberfränkischen Abgeordneten darauf hin, dass der Ausbau und die Ausweitung von Studienangeboten an den Staatsinstituten im Süden Bayerns (Förderlehrerinstitut Freising; Aufstockung in München und Augsburg) nicht auf Kosten der Region Nordbayern und hier besonders des Standorts Bayreuth erfolgen dürfe. „Die Sicherung des Standortes Bayreuth wäre ein positives Signal für die Region Oberfranken und seine Bezirkshauptstadt Bayreuth,“ sind sich Gote, Rabenstein und Meyer einig. „Wir haben Minister Spaenle gebeten, von der bisherigen Planung Abstand zu nehmen,“ so Dr. Christoph Rabenstein abschließend, der zu diesem Thema auch eine schriftliche Anfrage einreichen wird.
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