Bologna-Reform braucht konkrete Korrekturen
Grüne wollen Maßnahmenpaket auf den Weg bringen
München (05.02.2010/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern endlich Taten bei der Verbesserung der Bologna-Reform. „Kleinere Zugeständnisse reichen nicht, die Probleme sind genau bekannt und genannt, jetzt müssen von politischer Seite her endlich die Weichen richtig gestellt werden“, erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote. Damit Bologna für die Studierenden ein Erfolg werden könne, müssten konkrete Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in der Lehre ergriffen sowie das Problem der Unterfinanzierung der Hochschulen ernsthaft angegangen werden.
Es sei nicht nachvollziehbar, wenn sich Minister Heubisch über eine 91-prozentige Umsetzung der Bologna-Reform freue: „Der Erfolg der Bologna-Reform muss qualitativ, nicht quantitativ bemessen werden“, so Ulrike Gote Und hier hapere es noch gewaltig. Die harsche Kritik der Studierenden an zeitlich nicht zu erfüllende Studienplänen, zu wenig Chancen auf eigenständige Studiengestaltung und unzureichende Rückmeldungen über Lernprozesse seien berechtigt.
Die Grünen wollen mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket die Qualität und Mobilität von Bologna optimieren. Dazu gehören u. a. ein Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes sowie Änderungsanträge für den Nachtragshaushalt. Außerdem soll die Praxis der Akkreditierung der neuen Studiengänge auf dem Prüfstand.
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