Gesundheitsgefährdung durch Uran im Trinkwasser
MdL Gote: Grenzwert für Uran endlich gesetzlich regeln
Bayreuth, 6. August 2008. Ein aktueller REPORT-Beitrag in der ARD hat das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt: Die Menschen in Oberfranken sorgen sich um die Qualität ihres Trinkwassers. Hohe Uran-Belastungen in einigen Kommunen Oberfrankens geben Anlass zur Sorge um die Gesundheit.
Die Grünen im Bayerischen Landtag haben dieses Problem bereits vor 5 (!) Jahren in einer schriftlichen Anfrage aufgedeckt. Spätestens seit Herbst 2003 konnte in Bayern jede Behörde wissen, wie es um die Belastung des Trinkwassers mit Uran in den besonders betroffenen Regionen steht. Gehandelt wurde jedoch nur zögerlich. Bis heute sind nur einzelne Anlagen zur Entfernung des strahlenden Schwermetalls aus dem Trinkwasser in Betrieb. Die Bevölkerung ist auf den guten Willen des Trinkwasserversorgers angewiesen, wenn sie entsprechende Maßnahmen einfordert.
Ulrike Gote: „Dieser Zustand muss sich endlich ändern. Wir haben wiederholt verbindliche Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung eingefordert. Dies muss jetzt endlich umgesetzt werden. Die Bayerische Staatsregierung hat es in den letzten Jahren versäumt, sich beim Bund dafür stark zu machen oder über den Bundesrat eine entsprechende Initiative zu starten. Minister Seehofer hat hier auf ganzer Linie versagt, obwohl einzelne Regionen in Bayern, besonders Franken, stark betroffen sind.“
Sinnvoll wäre nach Meinung von Gote ein Grenzwert wie bei Mineralwässern: „Der Leitwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter orientiert sich an Erwachsenen. Eine Belastung in dieser Größenordnung kann für Kinder und Säuglinge bereits schädlich sein.“ Ulrike Gote fordert die Wasserversorger auf, von sich aus über die Uran-Belastung ihres Wassers zu informieren. Solange noch keine gesetzliche Regelung bestehe, sollten die Versorger darüber hinaus auf die berechtigten Sorgen der Menschen reagieren und bei Überschreitung des Leitwertes Filtersysteme installieren. „Das Zumischen unbelasteten Wassers halte ich für keine geeignete Lösung. Das Uran muss raus aus dem Trinkwasser. Verdünnen reicht da nicht“, so Ulrike Gote.
Anfrage zu Uran im Trinkwasser aus dem Jahr 2003
Deutschland ein Einwanderungsland?
Ja, schön wär's! Doch seit zwei Jahren ist die Wanderungsbilanz unseres Landes negativ. Das heißt konkret: Es wollen mehr Menschen aus Deutschland raus als rein! Vor diesem Hintergrund ist die momentan geführte Debatte über Regeln für die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte und AkademikerInnen aus aller Welt der Boden entzogen. Die, die wir so dr... weiterlesen13.07.2010 - 14:04, 0 Kommentar(e)

