Die Bahn muss weiter fahren!
MdL Ulrike Gote fordert Sanierung und Wiederinbetriebnahme
der Bahnlinie Weidenberg - Warmensteinach
Dass die Bahnlinie Bayreuth – Weidenberg ein Erfolgsmodell ist, bestreitet heute niemand mehr. Die Fahrgastzahlen sprechen für sich und für die Schülerinnen und Schüler hat das Fahren mit der Bahn mehr Sicherheit und Komfort gebracht. Ulrike Gote: „Es ist höchste Zeit, nun auch die Wiederinbetriebnahme des zweiten Teilstücks bis nach Warmensteinach aktiv voran zu treiben.“ Das Umsteigen in Weidenberg auf den Bus könne keine Dauerlösung sein, denn dies sei umständlich und koste Zeit.
Gote sieht heute in mehrfacher Hinsicht geänderte Rahmenbedingungen für die Reaktivierung der Bahnlinie: „Die steigenden Ölpreise zeigen klar, dass wir den ÖPNV gerade auf der Schiene weiter verbessern müssen, die Zukunft der Mobilität liegt nicht auf der Straße. Damit die Menschen in ländlichen Regionen auch in Zukunft kostengünstig unterwegs sein können, müssen wir jetzt die Weichen stellen für einen besseren Schienennahverkehr.“ Außerdem arbeiteten die Fichtelgebirgsgemeinden engagiert und erfolgreich an einem touristischen Aufschwung für die Region. „Das Fichtelgebirge würde von der Wieder-Erschließung mit der Bahn touristisch enorm profitieren“, ist Gote überzeugt.
Wie Gote durch eine Anfrage an die Staatsregierung erfuhr, verweigert Verkehrsministerin Müller bislang jegliche Unterstützung für die Bahnlinie. Die oberfränkische grüne Landtagsabgeordnete fordert die Staatsregierung auf, ihre Blockadehaltung gegenüber der Sanierung und Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie Weidenberg – Warmensteinach aufzugeben und gemeinsam mit dem Landkreis und den betroffenen Gemeinden ein Konzept zur schnellen Umsetzung und Finanzierung dieses Vorhabens zu erarbeiten. Geld dafür wäre ausreichend da, denn der Freistaat erhalte jährlich vom Bund 1 Milliarde Euro Regionalisierungsmittel, von denen er aber nur Dreiviertel für Erhalt und Ausbau des ÖPNV verwendet. „Ich fordere die Staatsregierung auf, diese Mittel, die vom Bund genau für derartige Projekte gedacht sind, hier bei uns in Oberfranken einzusetzen.“
Anfrage zum Plenum am 17. Juli 2008
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