Mein NEIN zur 94,5-Entscheidung

Die Entscheidung, M 94,5 künftig ausschließlich auf DAB auszustrahlen und die UKW-Frequenz der Antenne Bayern-Tochter Rock-Antenne zuzuteilen, unterstütze ich nicht. Dabei sind es nicht die Bedenken, dass der Aus- und Fortbildungskanal M 94,5 aufgrund der Verlagerung keine qualitativ hochwertige Ausbildung mehr gewährleisten kann. M 94,5 wird hier seine sehr gute Arbeit sicherlich fortsetzen. Es fehlt mir vielmehr eine klare Strategie der BLM und der CSU-Staatsregierung, wie und wann der vollständige Umstieg der bayerischen Radiosender auf DAB erfolgen soll. Wenn DAB die Zukunft des Radios ist, braucht es einen klaren Abschalttermin für UKW. Und wenn DAB die Zukunft der bayerischen Radiosender sein soll, ist es nicht nachvollziehbar, warum Rock-Antenne – ein Sender der bisher hauptsächlich über DAB verbreitet wird – nun eine UKW-Frequenz zugesprochen werden soll. Die einzig glaubwürdige Alternative wäre, M 94,5 weiterhin über UKW auszustrahlen und den Sender im Zuge einer kompletten Abschaltung von UKW gemeinsam mit allen anderen bayerischen Radiosendern in DAB zu verlagern. Ein solches Gesamtkonzept wäre auch für die privaten Sender wünschenswert, die damit endlich die finanzielle Belastung durch die verpflichtende Simulcast-Ausstrahlung los wären. Und kleine Sender, wie M 94,5, würden nicht gezwungen, Differenzen der privaten Radiosender und des BR über die Verteilung von UKW-Frequenzen und die damit einhergehenden Wettbewerbsverzerrungen aufgrund der wirtschaftlich großen Bedeutung von UKW auszubaden.