Wohnraum für Studierende: Engpass mit Ansage

Grüne: Studentenwerke seit Jahren unterfinanziert

München (19.6.2013/lm). Die Grünen im Bayerischen Landtag begrüßen die Anhebung der staatlichen Fördermittel für studentischen Wohnraum. „Dieses plötzliche Engagement macht allerdings die jahrelangen Versäumnisse nicht wett“, erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote. „Es hat sich über die Jahre zugespitzt, aber die Warnungen wurden ignoriert: Ein Engpass mit Ansage.“

Über Jahre hinweg hätten die Grünen darauf hingewiesen, dass der Hochschulausbau sozial flankiert werden müsste. „Für jeden Haushalt haben wir mehr Mittel beantragt und auf die Unterfinanzierung der Studentenwerke hingewiesen“, so Ulrike Gote.

Kritisch sei der Beschluss, die Bindungsdauer von 44 auf 25 Jahre zu verkürzen. „Gleichzeitig die Förderung zu erhöhen und die Bindungsdauer zu verkürzen, ist zu viel des Guten“, sagt Ulrike Gote. „Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Studierendenzahlen und dem hohen Bedarf für studentisches Wohnen ist abzusehen, dass die Wohnheimplätze möglichst lange in der Bindung bleiben müssen.“ Die Nutzung von Kasernen als studentischen Wohnraum trage nur einen Bruchteil zur Lösung bei.

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern darüber hinaus, den Bau bzw. die Sanierung der Wohnheimplätze auf Bundesebene auch im Hochschulpakt zu verankern.