KU Eichstätt-Ingolstadt: Schluss mit der Kooperation mit der Katholischen Kirche

Intransparenz und Chaos hinter den Mauern der KU Eichstätt-Ingolstadt. F. Brian Clontarf / CC0

Ulrike Gote: Nach dem Versagen der Kirche muss die Übernahme in staatliche Trägerschaft erwogen werden. Es war ein harter Affront gegenüber dem Hochschulausschuss und dem gesamten Landtag: Kein Vertreter der Katholischen Kirche ist zur Berichterstattung über die Personalsituation an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) im Landtag erschienen. "Dass sich die Kirchenvertreter einer Diskussion entziehen, nehmen wir nicht hin. Offensichtlich haben die Herren den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt", bemerkt unsere religionspolitische Sprecherin. "Wir bemühen uns seit Jahren, dass die KU auf einen guten Weg kommt, werden aber von der Katholischen Kirche links liegen gelassen."
Angesichts des nun anstehenden fünften Führungswechsels in nur sechs Jahren, gilt die Sorge der grünen Landtagsfraktion den Studentinnen und Studenten: "Sie haben ein Recht darauf, dass die Hochschule vernünftig geführt wird."
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landtag sei bisher vor allem an der Kirche gescheitert. "Meine Geduld ist dahin", erklärt Ulrike Gote. "Es kann nicht sein, dass wir jahrelang von der Kirche an der Nase herumgeführt werden."
Der Freistaat stellt den größten Teil des Budgets der Uni. Ulrike Gote: "Angesichts jahrelanger Fehlentwicklung stelle ich die weitere Zusammenarbeit und die Trägerschaft durch die katholische Kirche in Frage." Es erscheint nun sinnvoll, nach Wegen zu suchen, die KU als staatliche Universität weiterzuführen.