Grüne: Taten statt warmer Worte für Studierende in Passau und Deggendorf

Ulrike Gote fordert Verlängerung der Regelstudienzeit für HochwasserhelferInnen

München (21.6.2013/hla). Die Landtagsgrünen danken Wissenschaftsminister Heubisch für den Respekt, den er den zahlreichen helfenden StudentInnen in den vom Hochwasser betroffenen bayerischen Städten entgegengebracht hat. „Aber wir würden es auch begrüßen, wenn die Staatsregierung den Studierenden bei einem konkreten Problem mehr als warme Worte entgegenbringen würde“, sagt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote.

Worum geht es? Hunderte „Studis“ packen vor allem in den bayerischen Hochschulstätten Passau und Deggendorf derzeit kräftig mit an, um die Hochwasserschäden zu beseitigen und die Wohnviertel von Schutt und Schlamm zu befreien. Als das Wasser kam, standen sie an den Deichen und Spundwänden und schaufelten Sand in Jutesäcke oder bildeten Sandsack-Ketten. Der Einsatz der Studierenden kostet Kraft und Zeit; diese Zeit aber fehlt gegen Semesterende bei den Vorbereitungen auf die wichtigen Abschlussklausuren.

In einem Schreiben an Minister Heubisch bittet Ulrike Gote um „eine Ausnahmeregelung zur Verlängerung der Regelstudienzeit um ein Semester für all jene, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen in erster Linie dem Einsatz für ihre Mitmenschen und für die Stadt, in der sie leben, gewidmet haben“. Diese jungen Menschen hätten „die Prioritäten absolut richtig gesetzt“. Durch eine Sonderregelung des Wissenschaftsministers könnte vermieden werden, „dass die Entscheidung zu helfen ihnen nun zum Nachteil gereicht“, so Ulrike Gote.