Nachhaltiger Tourismus statt Prestigeprojekt

Pressemitteilung, 19. Juni 2018

Ulrike Gote, Landtagsvizepräsidentin und Lisa Badum, MdB: Für ein Biosphärenreservat Frankenwald

Es lohnt sich in Oberfranken und die Frankenwaldregion zu investieren, nachhaltige Entwicklung braucht entsprechende Förderung. Gemeinsam mit den Grünen in Stadt und Landkreis Hof sehen Lisa Badum, MdB, und Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote, MdL, großes Potential für nachhaltige Tourismus- und Naturschutzkonzepte im Frankenwald. Kritisch sehen die Grünen jedoch die einseitige Fixierung auf „die längste Hängebrücke der Welt“.

Ulrike Gote: „Ein einziger Besuchermagnet bringt uns nicht voran. Sanfter Tourismus fördert die Wirtschaft und achtet gleichzeitig die Natur. Die Pfeiler der Brücke müssten in ein Gebiet gebaut werden, das seit über 70 Jahren unter Naturschutz steht, Massentourismus im Lebensraum von Uhu und Schwarzstorch werden deren Population verringern. Tourismus im Frankenwald ist auch im Einklang mit der Natur und den Bürgerinnen und Bürgern möglich.“

Die beiden Politikerinnen stellen sich klar hinter den Alternativvorschlag der Grünen vor Ort: „Ein Biosphärenreservat wäre eine Riesenchance für die Region. Vorbild hierfür ist das seit Jahren in Wirtschaft und Tourismus erfolgreiche Biosphärenreservat in der Rhön. Ein Biosphärenreservat fördert Wirtschaft und Tourismus im Frankenwald, ohne gleichzeitig gewachsene Naturschutzgebiete für immer zu zerstören. Es böte außerdem die Möglichkeit zur engen Zusammenarbeit mit Thüringen. So wächst zusammen, was zusammengehört. Das wäre ein Projekt von europäischer Bedeutung.“

Mit fast 150 Unterschriften gegen das Brückenprojekt hat der Gemeinderat in Issigau das Bürgerbegehren der Issigauer zugelassen. Am Sonntag, den 22. Juli wird sich entscheiden, ob das Projekt auf dem Gebiet der Gemeinde verwirklicht werden kann.

Lisa Badum: „Ich unterstütze das Bürgerbegehren gegen die Brücken in Issigau und rufe alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus in der Region einzusetzen.“

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