Lokalrundfunk - Fluch oder Segen

Lokalrundfunktage Nürnberg: Lokalrundfunk – Fluch oder Segen

Die ursprüngliche Idee unseres dualen Mediensystems war: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird über Beiträge finanziert, die privatwirtschaftlichen Anbieter refinanzieren sich über Werbung. Die Bedingungen für die Sender verschlechtern sich aber zusehends. Der lokale Rundfunk bekommt seit Jahren die strukturellen Veränderungen des Medienmarktes zu spüren. Der Siegeszug des Internets hat das Mediennutzungsverhalten verändert. Werbeeinnahmen der traditionellen Medien brechen weg. Die internationalen sozialen Netzwerke und Suchmaschinen sind wohl die Gewinner der Entwicklung. Aufgrund des wachsenden Wettbewerbs um Werbemittel drängen die nationalen Medienkonzerne ebenfalls verstärkt in die regionalen Werbemärkte und werden damit zu einer weiteren Konkurrenz der lokalen und regionalen Anbieter. Die öffentlich-rechtlichen Sender bauen ihr Angebot aus, die private Konkurrenz sieht das mit Schrecken. Die vielbeschworene Chancengleichheit zwischen kleinen und großen Playern im Medienmarkt konnte bisher nicht hergestellt werden. Es stellt sich daher die drängende Frage, wie die Lokal- und Regionalsender aus eigener Kraft die Herausforderungen der Digitalisierung und der veränderten Wettbewerbsbedingungen meistern können. An welchen Stellen ist Unterstützung nötig, um eine immer weitere Konzentration im Lokalrundfunkmarkt zu verhindern, den Rundfunkveranstalter*innen die notwendige Planungssicherheit zu geben und prekäre Arbeitsverhältnisse zu verhindern? Wie muss diese Unterstützung aussehen, um eine unabhängige, vielfältige und qualitätsvolle, bayerische Lokalmedienlandschaft zu bewahren?

Darüber diskutiert unsere Vizepräsidentin Ulrike Gote mit Andreas Enders (KULTRADIO), Syl Glawion (Radio Z),  Alexander Koller (Funkhaus Nürnberg) und Siegfried Schneider (Präsident der BLM)

am: Mittwoch, 4. Juli 2018

um: 10:00 – 11:00 Uhr
im: Saal Kiew, NCC Messe Nürnberg

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