„Sozialethische Bedenken“

Ulrike Gote regt angesichts der Personaleinsparungen beim BR freiwilligen Selbstverzicht der Hausspitze bei Gehaltssteigerungen an

München (8.5.2018/hla). Die medienpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen,Ulrike Gote, hegt im Zusammenhang mit den Sparbemühungen des Bayerischen Rundfunks „sozialethische Bedenken. Während beim Programm und den Redaktionsteams kräftig gespart und gestrichen wird, genehmigt sich das Top-Management einen Schnaps extra“, kommentiert die Landtagsvizepräsidentin die Zahlen des aktuellen Prüfberichts des Bayerischen Obersten Rechnungshofs (ORH).

Demnach stiegen in den Jahren 2012 bis 2016 die Gehälter der Direktoren um stattliche 25,9 Prozent, das Grundgehalt des Intendanten nach dessen Vertragsverlängerung um 18,4 Prozent auf jetzt 367.000 Euro. Außerdem wurden 48 Stellen unterhalb der Entgeltstufe A15 abgebaut, gleichzeitig sind aber sieben besser bezahlte Stellen hinzugekommen.

„In Zeiten, in denen der öffentlich-rechtliche Rundfunk um Akzeptanz und mehr finanzielle Mittel für die Sicherung seines Programms kämpft, wäre Bescheidenheit an der Spitze des Hauses ein besseres Signal“, findet Ulrike Gote. „Mit einem freiwilligen Selbstverzicht für die nächsten fünf Jahre, der bei den aktuellen Gehaltsdimensionen keine Einschränkungen mit sich brächte, könnten die BR-Verantwortlichen ihren Forderungen zur Rundfunkfinanzierung mehr Glaubwürdigkeit verleihen und eine Gerechtigkeitsdebatte vermeiden.“

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