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Ökologisch-soziale Filmproduktion ist keine Utopie

„Traumfabriken produzieren nicht zu Traumbedingungen. Der schöne Schein täuscht oft über die prekären Arbeitsbedingungen und die Umweltbelastung durch die Filmproduktionen hinweg“, erklärt die grüne Landtagsvizepräsidentin und medienpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Ulrike Gote, und fordert Rahmenbedingungen für die ArbeitnehmerInnen und Umwelt, die eine weitere Ausbeutung verhindern. „Nachhaltige Filmproduktionen, ökologisch und sozial, sichern die Zukunft des bayerischen Filmstandorts.“

Die Filmproduktion wird zu einem bedeutenden Teil durch öffentliche Mittel finanziert. Ulrike Gote: „Wenn mit öffentlichen Mitteln prekäre Arbeitsverhältnisse unterstützt werden, ist das für mich ein Unding und nicht vertretbar.“

Die Film- und Fernsehbranche ist für hohe CO2-Emmissionen und einen sehr hohen Energieverbrauch verantwortlich. Durch eine ökologisch nachhaltige Produktionsweise könnte die Umweltbelastung fast halbiert werden – mit grünen Alternativen in den Bereichen Transport, Licht, mobile Energieversorgung. „Diese Alternativen sind auf Dauer sogar günstiger als die standardmäßig eingesetzten Produktionsmittel. Um die Nachfrage zu erhöhen, brauchen wir hier Förderprogramme. Damit führen wir die Branche in die Zukunft.“

Die Landtags-Grünen fordern einen Dialogprozess, einen Runden Tisch zum Thema „Nachhaltige Filmproduktion“ in Bayern. „Alle Beteiligten sollen gemeinsam bis Ende 2019 verbindliche soziale und ökologische Leitlinien für alle Filme, die mit bayerischen Fördergeldern oder Mitteln des Bayerischen Rundfunks produziert werden, entwickeln, um die bestehenden Probleme solidarisch zu bewältigen“, so Ulrike Gote und verweist auf die grünen Anträge im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags am Donnerstag, 26.10.2017:

 

 

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