Oberfrankens Grundwasser wird immer schlechter – Reinheitsgebot für Grundwasser nötig

Pressemitteilung: Landtagsvizepräsidentin Gote fordert Reinheitsgebot für Oberfrankens Grundwasser

Die oberfränkische Landtagsabgeordnete Ulrike Gote ist beunruhigt. Die Antwort auf ihre Anfrage an die Bayerische Staatsregierung zur „Situation des Grundwassers“ ist alarmierend. Die Bewertung der Risikoanalyse des oberfränkischen Grundwassers von 2013 ergibt eine immer höhere Nitrat- und Pestizidbelastung. Bei der Bestandsaufnahme 2004 gab es in Oberfranken lediglich zwei Grundwasserkörper, Oberer Main bei Coburg und Regnitz südwestlich von Bamberg, bei denen man davon ausging, dass sie das Ziel, das die europäische Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt, einen „guten Zustand des Grundwasser“ bis 2015 herzustellen, nicht erreichen würden.

„Der gute Zustand des Grundwassers verlangt die Einhaltung der Nitrat- und Pestizidgrenzwerte der Trinkwasserverordnung. Mittlerweile hat sich die Situation nicht verbessert, sondern deutlich verschlechtert“, führt Ulrike Gote aus und weist darauf hin, dass inzwischen große Gebiete um Hof sowie zwischen Bamberg und Bayreuth dazugekommen sind, deren Nitrat- und Pestizidwerte so schlecht sind, dass sie das Ziel wohl selbst 2021 nicht erreichen werden. „Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Es ist mehr als alarmierend, wenn für immer größere Bereiche des Grundwassers in Oberfranken die Umweltziele nicht erreicht werden“, so Ulrike Gote. Hauptverursacher für die Nitrat- und Pestizidbelastung ist die Landwirtschaft, deshalb fordert die Landtagsabgeordnete eine grundwasserschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen in Oberfranken. Dies kann zum Beispiel durch die Ausweitung des ökologischen Landbaus erreicht werden.

„Der freiwillige Verzicht auf problematische Pestizide reicht nicht aus. Die Belastung des Grundwassers mit diesen äußerst problematischen Substanzen ist viel zu hoch“, so Gotes Fazit. Darüber hinaus gefährden Pestizide nicht nur die Trinkwasserqualität, sondern auch die Artenvielfalt.

„Wasser ist ein Menschenrecht. Daher fordere ich ein Reinheitsgebot für unser Wasser, nur so kann eine sichere Versorgung mit Trinkwasser gewährleistet werden“, zeigt sich Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote überzeugt.

 

Zum Download:

Antwort der Staatsregierung auf die Schriftliche Anfrage von Ulrike Gote zur „Situation des Grundwassers in Oberfranken“ vom 11. 7. 2014

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